Willkommen bei PEBRASS

Mit einer kleinen Geste Grosses bewirken – schenken Sie Hoffnung.

Das Projekt der Hoffnung entstand ursprünglich aus der Zusammenarbeit mit der evangelisch-portugiesischsprachigen Gemeinde in Zürich.

Es ist ein Hilfs- und Missionsprojekt, das sich für bedürftige Menschen in Itambé und weiteren Gemeinden im brasilianischen Bundesstaat Paraná einsetzt. Bei Bedarf unterstützt es auch hilfsbedürftige Menschen in der Schweiz.

Heute ist Projekt der Hoffnung ein unabhängiger Verein mit Sitz in Männedorf in der Schweiz.

Kinder und Mitarbeiterinnen des Projeto Esperança in Itambé
Kinder und Mitarbeiterinnen des Projeto Esperança in Itambé

Wie alles begann

In den 1970er-Jahren war Pfarrer Otavio Rocha do Nascimento, der Vater von Débora Schlatter do Nascimento Willauer, während mehrerer Jahre als Prediger in der erneuerten presbyterianischen Kirche in Itambé tätig.

Es waren gesegnete Jahre, denn die Landwirtschaft brachte der Region Arbeit und Wohlstand.

Einige Jahre später bemerkte Leny Schlatter Ossucci, die Tante von Débora, die als Krankenschwester in Itambé arbeitete, die zunehmend schwierigen Lebensbedingungen eines Teils der Bevölkerung.

Nach mehreren Gesprächen kamen sie zu dem Entschluss, dass es notwendig war, etwas zu unternehmen und den bedürftigen Menschen zu helfen.

So entstand die Idee, ein Projekt zu gründen, das direkt vor Ort Unterstützung leisten sollte.

Die Gründung im Jahr 2002

Im Jahr 2002 begann das Projekt der Hoffnung seine Arbeit durch die Zusammenarbeit zwischen der evangelisch-portugiesischsprachigen Gemeinde in Zürich und der erneuerten presbyterianischen Kirche in Itambé.

Die Spenden wurden sowohl in der Schweiz als auch in Brasilien gesammelt.

Zu den verschiedenen Spendenaktionen gehörten Benefizveranstaltungen, Abendessen mit Tombolas, Kaffee und Snacks nach den Gottesdiensten sowie regelmässige Beiträge von Gönnerinnen und Gönnern.

Die Projektleitung in Brasilien setzte diese Mittel gemeinsam mit freiwilligen Helferinnen und Helfern für die soziale Unterstützung vor Ort ein.

Soziale Unterstützung von 2002 bis 2014

Zwischen 2002 und 2014 konzentrierte sich das Projekt hauptsächlich auf die soziale Unterstützung bedürftiger Menschen.

Dazu gehörte insbesondere die Hilfe für kranke Menschen und Personen, die von Lebensmittelknappheit betroffen waren.

Kinder und Jugendliche seit 2015

Ab 2015 richtete das Projekt seine Arbeit vor allem auf Kinder und Jugendliche aus, die Zukunft der Gesellschaft.

Seitdem werden Kinder und Jugendliche durch freiwillige, ergänzende Bildungsangebote und weitere Aktivitäten begleitet.

Unsere Mitarbeitenden

Das Projekt verfügt laut den bisherigen institutionellen Angaben über zwei Vollzeitmitarbeiterinnen, weitere qualifizierte Fachpersonen, die stundenweise beschäftigt werden, sowie freiwillige Lehrpersonen, die das Projekt in ihrer Freizeit unterstützen.

Unsere Zukunft

Für die Zukunft wünschen wir uns ein grösseres Team aus bezahlten und entsprechend qualifizierten Fachpersonen, um den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen noch besser gerecht werden zu können.

Die Zahl der Kinder, die Betreuung benötigen, wächst. Deshalb möchten wir unsere personellen und räumlichen Möglichkeiten erweitern.

Ihre Unterstützung macht einen Unterschied

Ihre Unterstützung und Ihr Engagement können das Leben vieler Menschen positiv beeinflussen und ihnen neue Perspektiven für ein würdevolles Leben eröffnen.

Wir sind Gott und allen Menschen von Herzen dankbar, die dieses wunderbare Werk auf die eine oder andere Weise unterstützt haben.

Möge Gott uns weiterhin die notwendigen Mittel schenken, damit wir noch mehr Menschen in Not Hoffnung bringen und zu einer Verbesserung ihrer sozialen, finanziellen und geistlichen Lebenssituation beitragen können – durch das Wort Gottes und den Glauben an Jesus Christus.

«Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.»

Psalm 119,105

2022

Worte des Vorstandes

Projekt der Hoffnung · PEBRASS · Tätigkeitsbericht 2022

1. Betreuung der Kinder

Das Projeto Esperança betreute im Jahr 2022 insgesamt 33 Kinder ausserhalb ihrer regulären Schulzeiten. Die Betreuung orientierte sich am pädagogischen Kalender der Gemeinde und fand von Montag bis Freitag statt: vormittags von 8.00 bis 11.00 Uhr und nachmittags von 13.30 bis 17.00 Uhr.

Am Vormittag wurden elf Kinder betreut. Da das Projekt auch Anfragen und Zuweisungen der Staatsanwaltschaft (Ministério Público), des Kinderschutzrates (Conselho Tutelar) und des Sozialhilfezentrums CRAS erhielt, wurden stets Plätze für entsprechende Bedürfnisse der Gemeinde freigehalten.

Am Nachmittag wurden 22 Kinder betreut. Damit war die maximale Kapazität erreicht, um eine angemessene Betreuung und Aufnahme gewährleisten zu können.

Einige Kinder besuchten das Projekt nur an bestimmten Wochentagen, da sie zusätzlich ausserschulische Förderangebote ihrer regulären Schule wie Spanischunterricht, Förderstunden oder spezielle Unterstützung bei fachlich festgestelltem Förderbedarf nutzten.

Zum Zeitpunkt des Berichts standen acht Kinder für den Vormittag und 23 Kinder für den Nachmittag auf der Warteliste. In besonderen Fällen wurde die Aufnahme nach Einschätzung des Projektteams oder auf Empfehlung der Psychologin, des CRAS oder der Staatsanwaltschaft priorisiert.

2. Ziele des Projekts

Das Projeto Esperança verfolgt das Ziel, durch interdisziplinäre Aktivitäten das Wissen und die Fähigkeiten der Kinder zu erweitern sowie die familiären Bindungen zwischen den Kindern und ihren Angehörigen zu stärken.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die Vermittlung biblischer Grundsätze, um die Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten und zur Heranbildung verantwortungsbewusster Menschen beizutragen.

3. Aktivitäten des Projekts

Montag – Kickboxing und Freizeitaktivitäten: Am Vormittag und am Nachmittag fand Kickboxing-Unterricht statt. Zusätzlich wurden Freizeitaktivitäten angeboten oder bereits begonnene Arbeiten abgeschlossen.

Dienstag – Recycling, Kochen und psychologische Begleitung: Dienstags standen Recyclingaktivitäten auf dem Programm. Am letzten Dienstag jedes Monats fand zusätzlich ein Kochkurs statt. Alle zwei Wochen unterstützte eine freiwillige Psychoanalytikerin das Projekt mit Einzelgesprächen oder Gruppenangeboten am Vormittag und Nachmittag.

Mittwoch – Kunsthandwerk und Stoffmalerei: An beiden Halbtagen fanden Kunsthandwerkskurse statt. Am Nachmittag wurde zusätzlich Stoffmalerei unter Anleitung einer freiwilligen Lehrerin angeboten.

Donnerstag – Englisch und Freizeitaktivitäten: Am Vormittag und Nachmittag fand Englischunterricht mit einer freiwilligen Lehrerin statt, ergänzt durch Freizeitaktivitäten.

Freitag – Life Kids: Das Programm wurde vormittags und nachmittags angeboten. Die Einheiten vermittelten die Bedeutung der Bibel und die Botschaft eines liebenden Gottes, der rettet und das Leben derjenigen verändert, die ihn von ganzem Herzen annehmen. Pastoren mit theologischer Ausbildung und weitere Leitende begleiteten das Projekt.

4. Mitarbeitende und personelle Entwicklung im Jahr 2022

Für das Schuljahr 2022 wurden zusätzliche Mitarbeitende eingestellt. Eine Pädagogin für die Nachmittagsbetreuung wurde nach brasilianischem Arbeitsrecht (CLT) angestellt.

Drei selbstständige Dienstleistungserbringer wurden im MEI-System verpflichtet: eine Verwaltungsassistentin, die zusätzlich nachmittags mitarbeitete, eine Kampfsportlehrerin und eine Lehrerin für die Vormittagsbetreuung. Diese Massnahmen sicherten die Qualität der Betreuung und der Aktivitäten.

5. Zustand der Räumlichkeiten

Die damaligen Räumlichkeiten konnten wegen mangelnder Instandhaltung durch den Eigentümer den Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Dringende Reparaturen waren nötig, weil Mängel die Sicherheit von Kindern und Mitarbeitenden gefährdeten. Der Eigentümer wollte diese nicht übernehmen; zugleich wurde eine Mieterhöhung um R$ 850,00 angekündigt. Ein Verbleib war finanziell nicht mehr tragbar.

Zu den Problemen gehörten rutschige Böden an Regentagen, ein unzureichend geschützter Aussenbereich, der als Werkraum, Freizeitbereich und Speisesaal diente und bei Regen kaum nutzbar war, sowie zahlreiche Stufen, die immer wieder kleinere Unfälle verursachten.

6. Bau des neuen Hauptgebäudes

Die Projektleitung setzte sich deshalb dafür ein, den Bau des eigenen Hauptgebäudes voranzutreiben. In einer ersten Bauphase sollten drei Unterrichtsräume und zwei Toiletten entstehen – die Mindestvoraussetzung für angemessene Aktivitäten.

Ein Bereich mit Trainingsmatte (Tatami) war bereits in Nutzung. Die weiteren Arbeiten sollten nach dem von der damaligen internationalen Leitung genehmigten Bauprojekt erfolgen. Eine eigene Einrichtung sollte langfristig bessere Voraussetzungen schaffen und die Weiterentwicklung ermöglichen.

7. Generalversammlung und Wahl der Leitung

Am 22. August 2022 fand die ordentliche Generalversammlung zur Wahl der brasilianischen Leitung für 2022–2026 statt.

Verwaltungsrat: Präsidentin Marta Pereira; Vizepräsident Elias Soares Vieira; Erste Sekretärin Maria Lucinda Bertoldi dos Santos; Zweite Sekretärin Waldineia de Jesus Castaldelli Vieira; Erste Schatzmeisterin Maria Madalena dos Santos Vieira; Zweiter Schatzmeister Thiago Lino da Silva.

Kontrollrat: Präsident Adelino Pazinatto; Vizepräsident Benedito Batista de Souza; Erstes Ratsmitglied Ida Besler Mantovani; Stellvertretendes Ratsmitglied Alessandra Cristina Martini.

Die Präsidentin und die Schatzmeisterin waren besonders stark in den Alltag eingebunden. Die übrigen Mitglieder beteiligten sich bei Bedarf.

8. Registrierung bei kommunalen Gremien

Die brasilianische Organisation war beim kommunalen Rat für die Rechte von Kindern und Jugendlichen (CMDCA) sowie bei den kommunalen Räten für Gesundheit und die Rechte älterer Menschen registriert. Präsidentin und Schatzmeisterin vertraten die Institution bei den monatlichen Sitzungen.

9. Finanzielle Situation im Jahr 2022

Die monatlichen Ausgaben beliefen sich auf rund R$ 8'430,22. Die Mittel wurden sorgfältig und verantwortungsbewusst eingesetzt; finanzielle Rücklagen bestanden nicht.

Trotz der schwierigen Situation blickte die Projektleitung hoffnungsvoll in die Zukunft und war überzeugt, dass 2023 neben vielen Herausforderungen auch grosse Fortschritte und wichtige Erfolge bringen würde.

10. Dank und Ausblick

Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern herzlich für ihre Zusammenarbeit und das uns entgegengebrachte Vertrauen. Ihre Unterstützung ist für die Fortführung unserer Arbeit und für die Zukunft der Kinder von grosser Bedeutung.

Die Projektleitung · Projeto Esperança Brasil–Suíça – PEBRASS

Hinweis: Dieser Bericht dokumentiert die Situation des Projeto Esperança im Jahr 2022. Die Angaben zur Anzahl der betreuten Kinder, zu den Mitarbeitenden, zur Zusammensetzung der Leitung, zu den finanziellen Verhältnissen und zum Bauprojekt beziehen sich ausschliesslich auf den damaligen Berichtszeitraum.

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